SEBASTIAN WISWEDEL
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Wettbewerb Ernst-Sachs Bad, Schweinfurt, 2005

DIE INNEREN WERTE NACH AUSSEN TRAGEN
Der Außenbereich der Kunsthalle wird neu definiert: Vom südlichen Vorplatz bis zur Parkfläche im Norden bildet sich eine weite Fläche, die mit einer hellen wassergebundenen Wegedecke belegt ist. Dieses durchgehende, helle, nachts durch Licht inszenierte Areal wird Teil des bestehenden Chäteeaudun Parks - ein einladendes, urbanes Motiv.
Dieser offene Außenbereich der Kunsthalle wird inszeniert durch eine Flucht von Außenleuchten, die auf beide Eingänge der Kunsthalle zuläuft. Von der Kunsthalle bis zum Theater bildet sich selbstverständlich die neue Schweinfurter Kulturachse.
 
DER RAUM UND DIE SCHRAUBE
Zeitgenössische Kunst braucht den Hintergrund einer Architektur, die der Höhe Ihrer Zeit entspricht. Ihre Präsentation erfolgt auf neutralem, zeitgemäßem Grund. In gleichmäßig und flächig ausgeleuchteten Räumen, ohne Verweise auf ehemalige Nutzungen.
Eine schlüssige Inszenierung der bestehenden Architektur erfolgt über neue Blickbeziehungen und das Erleben unterschiedlicher Raumgefüge.
 
DER RUNDGANG
Eine prägnante, offene Treppenanlage verschraubt die Ausstellungsbereiche auf den verschiedenen Ebenen. Die große Halle und die Kabinette gliedern sich an diese skulpturale Figur. Der Rundgang durch die Räume von Kunsthalle und Kunstverein wird dadurch möglich. Das Gebäude der Kunsthalle bleibt in seiner Gesamtform und seiner Erschließung erhalten. Die lapidare Architektur Roderich Ficks definiert den Ort, Veränderungen in der Nutzung werden sichtbar durch Subtraktion: Einschneiden und Herausnehmen von Bauteilen. Eine rechteckige, variable Fläche im Innenhof der Kunsthalle bildet die Sommerbühne. Die Tribünenelemente sind in ihrer Höhe variabel, verschiedenste Nutzungen sind gewünscht. Das Öffnen des Hofes ermöglicht auch eine von der Kunsthalle unabhängige Nutzung von Sommerbühne und Cafe. Das Museumscafe ist zum Park orientiert und markiert den neuen Eingang der Kunsthalle.